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Schon bevor der
Wellensittich in seinem neuen Heim eintrifft sollten die Dinge,
die er im Laufe der Zeit brauchen wird, weitgehend vorhanden sein.
Zu diesen Dingen zählen:
Der Käfig &
-standort:
Für zwei bis vier Wellensittiche reicht ein
Käfig mit den Maßen 50 x 60 x 40 cm (H/B/T) vollkommen
– täglicher, mindestens vierstündiger Freiflug vorausgesetzt. Er sollte
allerdings niemals rund sein, da sich die Wellis dann in keine
geschützte Ecke zurückziehen können und sie auch
leicht die Orientierung verlieren. Aus diesen Gründen gehören
solche mittlerweile zum tierschutzwidrigen Zubehör. Zudem ist wichtig,
dass der Käfig mehr in die Breite geht als in die Höhe.
Als
Sitzstangen verwendet man am besten Naturäste, da diese durch
ihre Elastizität und verschiedenen Durchmesser sehr
wohltuend für die Füße der Wellis sind (Achtung:
Immer auf die Verträglichkeit von Pflanzen
achten) und außerdem für gesunde
Nagebeschäftigung sorgen.
Ein Trink- und mehrere Fressnäpfe
(für jeden Welli einen Fressnapf) müssen natürlich
auch vorhanden sein. Wer allerdings wie ich auf dem Käfigboden
fressende Tiere haben möchte, der benötigt nur eine für
die Anzahl der Wellis ausreichend große Schale. Vermeiden
sollte man Futterspender, da sie leicht verstopfen können,
und Fressnäpfe, die man von außen einhängen muss,
da die Gefahr des Entfliegens beim Futtergeben sehr groß
ist. Auch so genannte „Wassersäulen“ sind
weniger geeignet, da sie schwer zu reinigen sind.
Um den
Mineralhaushalt der Wellis in Schwung zu halten, ist ein Mineral-
und/oder Kalkstein (auch zum Schnabelwetzen) unentbehrlich. Die
Weibchen brauchen den Kalkstein auch um die Eischale für
eventuellen Nachwuchs aufzubauen. Es gibt auch Sepiaschalen, die
ebenfalls positiv zum Mineralhaushalt beitragen. Umstritten ist
jedoch, ob sie vor dem Anbieten wegen des hohen Salzgehaltes
gewässert werden müssen und ob sie in der Zucht Legenot
bei den Weibchen hervorrufen können. Zu dem Thema kann ich
leider nicht viel sagen. Ich selbst habe sie lange Zeit angeboten,
doch sie ist auf kaum Resonanz seitens der Wellensittiche gestoßen.
Als Einstreu bieten sich Vogelsand, Buchenholzgranulat oder
Maiseinstreu an. Die beiden letzten Einstreu sind wesentlich
hygienischer, dabei darf man aber nicht vergessen, dennoch
Vogelsand oder Grit in einem Schälchen anzubieten, da er sehr
wichtig für die Verdauung des Futters ist. Absolut ungeeignet
ist Sandpapier: Auch wenn die Reinigung dadurch sehr viel leichter
zu handhaben ist, sollte man darauf verzichten, da es
die Füße der Wellis schädigt und ihrer Liebe zum
Scharren können sie auch nicht nachgehen. Dies gilt
auch für Sandpapierüberzüge für Sitzstangen. Um die Reinigung der Bodenschublade
zu erleichtern, kann man, bevor man die jeweilige Einstreu einfüllt, die Schublade
mit Haushaltspapier auslegen.
Ein bisschen Spielzeug
gehört ebenfalls in den Käfig, allerdings ist weniger mehr.
Des Weiteren muss für jeden Welli eine
Schaukel vorhanden sein und wenn man badefreudige Wellis hat, kann
man an einer Käfigtür auch ein Badehäuschen
befestigen. Eine große Schale, die man außerhalb des Käfigs aufstellt, erfüllt
aber denselben Zweck.
Der Standort sollte
so gewählt werden, dass der Käfig frei von Zugluft und
auch nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist. Außerdem sollte
der Käfig mit mindestens einer Seite an eine Wand grenzen.
Vogelbaum Nicht
nur zur Freude und Beschäftigungsmöglichkeit der Wellis,
sondern auch für das in unserem Interesse liegende Erhalten
unserer Möbel ist ein Lande- und Aufenthaltsplatz für
die Wellis sehr empfehlenswert. Für so einen Vogelbaum eignet
sich schon ein einfacher Ast mit vielen Verzweigungen (auch hier
wieder auf die Verträglichkeit von Pflanzen
achten). Ihn kann man dann nach Belieben mit Spielzeug
ausstatten, welches es in verschiedensten Formen und Farben und in
jedem Zooladen zu kaufen gibt. Da vieles aber sehr
teuer ist, kann man es sich auch leicht selbst bauen. Näheres
zu dem Thema unter Beschäftigung.
Nachtlicht
Oft reicht schon ein vorbeifahrendes Auto und die Wellensittiche
geraten nachts in Panik, springen durch den Käfig und
verletzen sich vielleicht sogar. Schläft man mit den Wellis
in einem Zimmer, bemerkt man solche nächtlichen Attacken
sicher schnell und kann das Licht anmachen und für Beruhigung
sorgen; tut man dies jedoch nicht, empfiehlt sich ein kleines
Nachtlicht wie z.B. eine Salzkristalllampe.
Vorsicht ist
allerdings geboten wenn die Wellis zu neugierig werden und den
Stein beknabbern: Zu viel Salz schadet den Nieren und kann zu
Nierenversagen führen. Deshalb sollte der Stein im Zimmer nur in ausreichender
Entfernung zum Vogelbereich aufgestellt werden.
Brunnen
Die Luftfeuchtigkeit in unseren Räumen ist meist alles andere als
gut – sowohl für Wellensittiche, als auch für
Menschen. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhnen, lohnt sich schon ein einfacher
kleiner Zimmerbrunnen. Die sehen schön aus, sind preiswert und erfüllen einen guten Zweck.
Sonstiges Was
man sonst noch so gebrauchen könnte ist ein Staubsauger
;-). Neben dem wären aber noch ein Obstspieß und
Wäscheklammern (oder ähnliches um Hirsekolben oder Grünzeug zu
befestigen) sehr nützlich und ein paar Schälchen, denn
die kann man immer gebrauchen, z.B. um Quell- oder Keimfutter
zuzubereiten.
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