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Das Clicker-Training ist die ideale Möglichkeit, sich intensiv mit
seinen Wellensittichen zu beschäftigen und sie dabei auch noch geistig
zu fordern.
Ausrüstung Man benötigt
- einen Clicker
- einen Targetstick
- ein ultimatives Leckerlie
Das Clicker-Training
Konditionierung des Clickers Zuerst muss man den Clicker konditionieren,
d.h., dass man dem Welli beibringt, dass Click = Belohnung bedeutet. Dies tut man, indem
man klickt und dem Welli unmittelbar (!) danach seine Belohnung gibt, bei Kolbenhirse zum Beispiel lässt man ihn einmal reinbeißen. Nach
einigen Wiederholungen über mehrere Tage hinweg müsste er den Sinn des Clickers begriffen haben.
Der Targetstick Als Targetstick kann ein einfacher, kleiner Ast oder etwas Vergleichbares (Stift etc.) dienen. Allerdings
sollte der entsprechende Targetstick nur für das Training benutzt werden.
Der Targetstick ist dazu da, den Welli zu führen (target = Ziel). Dies ist insofern wichtig,
wenn man dem Welli beibringen will, zum Beispiel einen bestimmten Platz anzufliegen.
Damit der Welli dem Targetstick auch folgt, muss er erst einmal eine Belohnung mit ihm in
Verbindung bringen: Man hält den Targetstick vor den Welli. Beißt er leicht rein, belohnt man dies indem man klickt
und ihm sein Leckerlie reicht. Ein paar Wiederholungen und dann ist eine Pause fällig. In der Regel versteht
ein Welli schnell, dass er in die Targetstickspitze beißen muss, um einen Bissen vom heiß begehrten
Leckerlie zu bekommen. Hat der Welli jedoch Angst vor dem Targetstick, so muss man in
kleineren Schritten vorgehen und erst einmal eine sanfte Annäherung belohnen. Traut er sich dann
endlich, in den Targetstick zu beißen, bekommt er einen Jackpot; d.h., wenn der Welli etwas lang ersehntes
Neues macht, bekommt er eine etwas größere Belohnung.
Der nächste Schritt ist, dass man den Targetstick immer weiter vom Welli weg hält, so dass er sich anfangs
nur strecken muss, um ihn zu erreichen, später aber seinen Platz wechseln muss. Ab diesem Punkt kann man
den Welli mit dem Targetstick überall hinlenken und -leiten, so z.B. auf die Schulter des Menschen.
Sehr wichtig ist, immer in kleinen Schritten vorzugehen. Geht man zu große Schritte, ist das Risiko groß,
dass eine Übung einmal nicht klappt, was für Frustration sowohl beim Menschen als auch beim Welli sorgt.
Sollte der Schritt einmal zu groß gewesen sein, muss man wieder einen zurückgehen und die Folgeschritte kleiner
gestalten. Das heißt im Klartext: Nur weil der Welli einmal in den Targetstick gebissen hat, sollte der Stick
nicht gleich als nächstes auf der Schulter platziert werden. Stattdessen übt man erst das zuverlässige
Reinbeißen, dann das zuverlässige Folgen auf der Stange, dann das zuverlässige Folgen über mehrere Stangen,
dann das Folgen des Sticks auf die Schulter, die vorerst natürlich an den Vogelbaum gelehnt wird,
bis schließlich eine Flugdistanz zwischen Vogelbaum und Schulter eingerichtet werden kann. Ein weiter Weg also!
Sollten einzelne Übungen nicht ganz so laufen, wie man es sich gewünscht hat, sollte man trotzdem
nicht den Kopf hängen lassen, denn: Kein Meister ist vom Himmel gefallen.
Dennoch ist das
Clicker-Training eine schöne Sache. Es macht sowohl einem selbst als auch den Wellis viel Spaß, da sie auf
freiwilliger Basis lernen. Es ist mal eine ganz andere Art, sich mit seinen Wellis zu beschäftigen. Ich kann es nur
empfehlen!
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