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E

Ei
Ein Wellensittichei ist kleiner als eine 1-Euro-Münze. Die Schale ist aus mehreren Schichten aufgebaut, wobei die äußere eine Kalk- und die darunter liegenden zwei Schichten die Schalenhaut ist. Am stumpfen Ende des Eis befindet sich eine Luftkammer, da eine Schicht der Schalenhaut nach innen geformt ist. In der Mitte des Eis liegt, von Eiweiß umgeben und in der Dotterhaut eingehüllt, der Dotter. Auf dem Dotter befindet sich die Keimscheibe, aus der sich beim befruchteten Ei der kleine Wellensittich-Embryo entwickelt. Der Dotter und die Keimscheibe sind durch die Eihaut vom Eiweiß getrennt. Die links und rechts vom Dotter zur Schale abgehenden Hagelschnüre sorgen dafür, dass der Dotter im Ei beweglich ist, aber trotzdem in der Eimitte bleibt. Außerdem kann so die empfindliche Keimscheibe nicht gegen die Kalkschicht des Eis schlagen, da sie sich fortwährend auf dem Dotter befindet.

Im vollständigen Gelege kommt es oft vor, dass nicht alle Eier befruchtet sind. Unbefruchtete Eier sind klar, schimmern vielleicht etwas gelblich, befruchtete Eier hingegen schimmern blau und wirken dunkler wenn man sie ins Licht hält.

Eiablage
Die Eiablage erfolgt über die Kloake alle zwei Tage, bis sich schließlich (im Durchschnitt) 4 bis 6 Eier im Nistkasten befinden.

Eifutter
Sehr nährstoffreiches Futter, besonders zur Jungenaufzucht.

Einstreu
Es gibt verschiedene Sorten von Einstreu. Ich verwende immer noch den handelsüblichen Vogelsand, da ich ihn als das natürlichste halte. Andere sind auf Buchenholzgranulat oder Maiseinstreu umgestiegen. Absolut ungeeignet sind Sandpapier und Zeitungspapier; ersteres schadet nur den Füßen der Wellis. Die Druckerschwärze von Zeitungen ist giftig. Wellensittiche scharren für ihr Leben gerne in Sand und picken sich den Grit heraus, was unter anderem bei Papier als Bodenbelag nicht möglich wäre. Natürlich spricht nichts dagegen, Einstreu miteinander zu kombinieren, wie z.B. Vogelsand mit einer Schicht Küchenpapier darunter, was die Reinigung sehr vereinfacht.

Bei Vogelsand, BHG und Maiseinstreu gibt es aber noch bedeutende Qualitätsunterschiede. Möchte man Vogelsand verwenden, sollte man nicht zu solchen greifen, die mit Chemikalien versetzt worden sind, um z.B. einen besseren Geruch zu erzielen. Billigere Sorten von BHG stauben oft sehr und können dann nicht nur der Vogellunge, sondern auch der des Menschen schaden. Entscheidet man sich nicht für Vogelsand, ist unbedingt der in Vogelsand befindliche Grit in einem Napf zur Verfügung zu stellen (er kann in jedem Tierladen gekauft werden). Durch Aufnehmen des Grits kann die Nahrung im Magen besser zerkleinert werden.

Einzelhaltung
Wellensittiche haben wie alle Papageien ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten und leiden schrecklich, wenn sie allein gehalten werden. Sie verkümmern schnell ohne Artgenossen und sind geistig schon nach kurzer Zeit ein Wrack. Viele Verhaltensweisen wie z.B. Kraulen und Füttern kann ein Welli nur mit einem Artgenossen ausleben. Mehr zur Einzelhaltung

Eisen-III-Chlorid
Sollte keinesfalls in der Notfall-Apotheke fehlen. Blutende Federkiele, Krallen oder Schnabel können damit sehr gut behandelt werden, auf offene Wunden sollte man es wegen der dann schlecht erfolgenden Abheilung aber nicht auftragen. Das Auftragen unternimmt man mit einem Wattepad oder ähnlichem.

Eizahn
Der Eizahn ist ein kleiner, scharfer Kalkaufsatz am Oberschnabel eines frisch geschlüpften Kükens. Beim Schlupf schlägt das Küken damit einen Kranz in die Eischale um herauszukommen.

Ektoparasiten
Parasiten, die auf dem Körper eines anderen Tieres leben und Blut saugen wie Federlinge und die Rote Vogelmilbe. Mehr dazu [bei birds-online.de].

Endoparasiten
Parasiten wie Würmer und Einzeller, die in einem Körper eines anderen Tieres leben. Mehr dazu [bei birds-online.de]

Entdecker
Entdeckt wurden die Wellensittiche vermutlich von Thomas Watling im Jahre 1788, aber erst 1840 wurden von John Gould lebende Exemplare nach England importiert.

Erinnerungsvermögen
Das Erinnerungsvermögen eines Wellensittichs ist sehr gut ausgeprägt. Ich habe in einem Buch von einem Welli gelesen, der nach etlichen Jahren von seinem ehemaligem Halter besucht wurde und ihn dann mit seinem damaligen Lieblingslied eifrig begrüßt hat.

Ernährung
Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Gesundheit und sollte bei Wellensittichen so abwechslungsreich wie möglich gestaltet werden. Der Speiseplan kann durch Obst, Gemüse, Wildgräser und Kräuter sehr erweitert werden, aber auch durch Keimfutter und Kolbenhirse. Mehr zur Ernährung

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