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Keimfutter ist eine gute Alternative zu Vitaminpräparaten,
falls der Welli ein strikter Obstverweigerer ist. Aber auch für
kranke Wellis, die weiche, leicht verdauliche Nahrung zu sich
nehmen müssen, ist es - genau wie Quellfutter - sehr gut
geeignet. Natürlich kann es den Wellis auch einfach so gereicht werden,
wenn man den Speiseplan etwas ausweiten möchte.
Bei der Herstellung von Keim- und Quellfutter muss man
aufpassen, da es leicht verdirbt. Bei hohen Temperaturen sollte
man gänzlich darauf verzichten.
Herstellung Man schüttet
die benötigte Futtermenge in eine Schale, überspannt
diese z.B. mit einem Mückennetz (die Löcher müssen
kleiner sein als die Körner) und füllt sie dann mit
Wasser, so dass sich alle Körnchen im Wasser befinden. Dies
lässt man einen Tag so stehen und spült die Körner
zwischendurch gut durch. Ist der Tag abgelaufen, spült man
die Körner noch einmal durch und kann sie bereits als Quellfutter
den Wellis anbieten.
Für
Keimfutter stellt man das
bereits gequollene Futter an einen hellen, nicht zu warmen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung und spült es regelmäßig durch, damit es
nicht trocken wird. Nach ca. ein bis drei Tagen (kommt auf die
Qualität des Futters und auf andere äußere
Einflüsse wie die Umgebungstemperatur an) brechen die ersten
Keime durch. Diese sollten nicht länger als 1cm werden, da
sie ab dem Zeitpunkt Bitterstoffe entwickeln und das Futter dann
nicht mehr so gerne angenommen wird. Am vitaminreichsten ist es,
wenn die Keime gerade hervortreten. Dann noch einmal gut
durchspülen, und bon appétit!
Am
Keimfutter lässt sich auch leicht die Qualität des
verwendeten Futters erkennen: Sind nur etwa die Hälfte der
Körner gekeimt ist die Qualität schlecht und das
Futter sollte nicht mehr verfüttert werden, da es kaum noch
wichtige Vitamine und Nährstoffe enthält.
Auch
darf das Futter (sowohl das Keim-/Quellfutter, als auch das
normale Futter) niemals muffig riechen oder verklumpt sein (deutet auf
Mottenlarven hin).
So sieht dann das
Keimfutter aus. Einige
Körner, die am Vortag schon einen Keim zeigten, haben nun
schon sehr lange Keime, wie man auf dem Foto gut erkennen kann.
Aber bei den meisten Körnern brechen gerade die Keime durch,
so dass dies ein sehr gutes Stadium zum Verfüttern ist.
Eine weitere tolle Idee ist, das Keim-/Quellfutter mit Kräutern wie z.B. Basilikum, Kresse, Petersilie und/oder
mit Hüttenkäse (auch „Körniger Frischkäse“ genannt) schmackhaft zu erweitern. Einfach die ensprechenden Kräuter
klein schnibbeln und zusammen mit dem Käse unter das Futter mischen. Meine Geier sind verrückt danach:
Keim- und Quellfutter beginnen sehr leicht zu schimmeln. Deshalb sollten die Reste je nach Umgebungstemperatur nach einingen Stunden entsorgt werden.
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