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Es wird zwischen folgenden Züchtungen unterschieden:
Der Hansibubi
Er ist der Urform des Wellensittichs noch am ähnlichsten. Er ist sehr
aufgedreht, bewegungsfreudig und auch sehr gut im Fliegen. Sein
Körper ist schlank gewachsen. Da er noch nicht so überzüchtet
ist, ist er nicht so stark anfällig für Tumore und er
hat eine hohe Lebenserwartung (bis zu 15 Jahre).
Der Halbstandard
Er ist der Übergang von Hansibubi zu Standard.
Der Standard
Der Standard, der diesen Namen erhalten hat weil er nach bestimmten Vorgaben
gezüchtet wird, wird auch «Schauwellensittich» genannt, da er hauptsächlich
für Ausstellungen gezüchtet wird. Dabei achtet man bei ihm vorrangig
auf Aussehen und Körperhaltung, weniger auf Gesundheit. Zwar werden keine kranken
Tiere für die Ausstellung zugelassen, aber das äußere Erscheinungsbild und auch das
Verhalten eines Standardwellis weichen stark vom natürlichen Wellensittich ab.
Beim Standard handelt es sich
längst nicht mehr um den aufgedrehten, kleinen Welli von
nebenan - Standards sind meist sehr träge und ruhig, was auch auf
ihre enorme Größe zurückzuführen ist und sie
zu Übergewicht neigen lässt. Federn, die über die Augen wachsen, hindern die Sicht - die Gefahr, irgendwo gegenzufliegen,
ist erhöht. Oft werden eng verwandte Wellensittiche
miteinander verpaart. Dies hat zum einen zur Folge, dass sie
häufig Tumore entwickeln und zum anderen, dass so genannte
„Featherduster“ entstehen.
Wegen der
Überzüchtung und der daraus resultierenden Anfälligkeit
für Tumore und Trägheit haben Standards eine viel geringere Lebenserwartung als Hansibubis, im Durchschnitt ca.
8 Jahre.

Links ein Standardwellensittich, rechts ein zierlicher Hansibubi.
Schließlich wird bei den Standards noch zwischen zwei Gefiederstrukturen und -längen unterschieden:
Buff und Yellow. Die beiden Begriffe bedeuten soviel wie „lederfarben“ bzw. „gelb“. Sie wurden
ursprünglich von englischen Farbkanarienzüchtern für die Beschreibung der Gefiederfarben verwendet.
Buff-Wellensittich Ein
Buff-Wellensittich ist groß, hat ein langes,
grobstrukturiertes Gefieder und die Maske besteht aus vielen
kleinen Federn.
Yellow-Wellensittich Der
Yellow-Wellensittich ist für ein Standard eher klein, hat ein sehr feinstrukturiertes
Gefieder mit einer kleinen Maske und kleinen Kehltupfen.
Haubenwellensittiche
Wie der Name schon sagt, haben die Wellensittiche eine Haube - diese Züchtung
ist noch recht selten. Sie werden unabhängig vom Farbschlag
gezüchtet, das heißt, ein Wellensittich jeden
Farbschlags kann eine Haube haben. Es wird zwischen drei
verschiedenen Haubentypen unterschieden:
Spitzhaube Die
Federn der Stirn wachsen senkrecht nach oben. Dies kann man mit
der Haube des Nymphensittichs vergleichen, wobei die Haube des
Wellensittichs natürlich viel kleiner ist.
Rundhaube Die
Federn auf dem Kopf wachsen nach unten, so dass sie eine Art
Kranz bilden.
Halbrundhaube Hier
wachsen die Federn auf dem Kopf auch nach unten, allerdings nur
auf der vorderen Hälfte, so dass sie einen Halbkreis und
keinen kompletten Kranz bilden.
Bei
Haubenwellensittichen hängt die durchschnittliche
Lebenserwartung davon ab, ob er ein Standard oder ein
Hansibubi ist.
Featherduster
«Featherduster» bedeutet «Staubwedel» und so in etwa
kann man sie sich auch vorstellen: Featherduster leiden unter ungehemmtem Feder-,
Krallen- und Schnabelwachstum. Bis heute ist noch nicht eindeutig geklärt, wie es zu solch
einer Mutation kommen kann. Einige Wissenschaftler glauben, ein
Gendefekt sei am ungehemmten Federwachstum schuld, andere gehen
eher davon aus, es sei ein Resultat zweier Buff-Wellensittiche. Spekuliert wird auch,
ob es sich vielleicht auch um ein weiteres Chromosom handele, wie
bei einem Menschen mit dem Down-Syndrom. Demzufolge würden auch
Yellow-Wellensittiche Featherduster hervorbringen können.
Dass Featherduster
wegen ihrer „Gefiederpracht“ flugunfähig und auch
sehr krankheitsanfällig sind, kann man sich sicher schon fast
denken. Meist kommen sie nicht einmal über das erste Lebensjahr
hinweg.
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